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DAS BLUSENLEXIKON 

 

Blusen sind der Inbegriff von Weiblichkeit und ein Basic, das in jeden Kleiderschrank der modischen Frau gehört. Blusen können sowohl verspielt oder romantisch als auch klassisch und schlicht getragen werden. Durch ihre vielseitige Kombinierbarkeit bildet die Bluse das Fundament eines eleganten Outfits.

Wortbedeutung Bluse ist ein Lehnwort aus dem Französischen: blouse heißt im französischen „Fuhrmannskittel, Staubmantel“. Französische Kreuzfahrer trugen diese einst über ihren Rüstungen um diese vor Staub und Schmutz zu schützen. Das – damals blau eingefärbte – Kleidungsstück wurde auch als pelusisches Gewand bezeichnet; benannt nach dem ägyptischen Ort Pelusium. Anderen Quellen zufolge, findet der Name seinen Ursprung in prov. lano blouso „Kurzwolle“, lano „Wolle“ und blos, blouse „beraubt, nackt“.

Die Geschichte der Bluse als modernes Kleidungsstück

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bluse überwiegend ein Kleidungsstück für sportliche Betätigungen der Damen. Die Bluse zeichnete sich dabei als perfekte Sportbekleidung aus, die einerseits Bewegungsfreiheit zuließ, andererseits „fraulich“ war und somit den damaligen gesellschaftlichen Erwartungen und Sittenvorstellungen entsprach. Im Rahmen dieser Entwicklung erlebte die Bluse ihren Durchbruch.

Bei Sportarten wie Tennis, Golf und im Reitsport etablierte sich die Bluse schnell als must-have bei den weiblichen Sportlerinnen. Im Laufe des Jahrhunderts hat sich die Bluse als Kleidungsstück in den verschiedensten Variationen – an modische und kulturelle Strömungen angepasst – durchgesetzt und ist nunmehr als fester Bestandteil des Ausdrucks weiblicher Identität nicht mehr wegzudenken.

Während der 1950er kam die Kurzarmbluse bzw. die Bluse mit Dreiviertelarm immer mehr in Mode – nicht zuletzt als Ausdruck einer zunehmenden Liberalisierung der Gesellschaft.

In den 1980ern folgte die Mode der Steh- und Bundkragen, Schleifen und der besonders kleinen Hemdkragen, bisweilen mit verdeckter Knopfleiste („Smokingbluse“), abgenähten Falten sowie betonten Schulterpolstern. Dünne und oft glänzend Synthetikfasern erfreuten sich großer Beliebtheit. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden extralange Blusen über der Hose oder dem Rock getragen, wahlweise kombiniert mit einem weiten, breiten Gürtel um die Taille.

Viele modische Stilrichtungen der 1970er und 1980er Jahre gingen nach der Jahrtausendwende wieder in die Blusenmode ein: Doppelmanschetten, extrabreite Spitzkragen, Gürtel um Taille, Kunstfaser und ähnliches. Oft haben die Blusen auch Stickereien oder Strass Besatz an Kragen und Knopfleisten.

Inzwischen ist die Bluse, insbesondere im Berufsalltag, wo ein formelles und seriöses Erscheinungsbild vorausgesetzt werden, das Kleidungsstück erster Wahl für die moderne Frau geworden. In Banken, Unternehmensberatungen, der Hotelbranche oder anderen, internationalen Dienstleistungsbranchen ist die Bluse der ideale Begleiter für glaubwürdiges und kultiviertes Auftreten.

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